Missa simplex

für Stimme solo (2025)

12’

Premiere: Irene Kurka, 24.05.26

Kyrie
Gloria
Credo
Sanctus
Agnus Dei

Information

Die Missa simplex knüpft an Gestaltungselemente des gregorianischen Gesangs an und führt diese in eine zeitgenössische Klangsprache weiter.

Jeder Satz basiert auf einer klar umrissenen kompositorischen Idee, die sich in charakteristischen melodischen Motiven entfaltet. Dabei wird der liturgische Charakter der einzelnen Teile bewusst differenziert gestaltet.

Freiheiten in der Ausführung sind integraler Bestandteil aller Sätze, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Analog zum gregorianischen Choral orientiert sich die rhythmische Gestaltung häufig am natürlichen Fluss von Sprache und Atmung. Syllabische und melismatische Abschnitte stehen dabei in einem ergänzenden Verhältnis.

Wiederholungen und feine Variationen in der klanglichen Farbigkeit erzeugen eine in sich kreisende, kontemplative Klangwelt. Die Notation folgt dem Prinzip, nur so viel festzulegen, wie für die musikalische Gestalt notwendig ist – mit dem Ziel, der Musik Raum zum Atmen zu lassen.

Zugleich bleibt die Textverständlichkeit ein zentrales Anliegen: Die Vertonung ist überwiegend linear und auf Klarheit des Wortes ausgerichtet. Eine Ausnahme bildet das Gloria, in dem zwei Textschichten quasi simultan übereinandergelegt werden.